Wie bekommt man seine Frau ins Bett?

Sexualität
© Pana Kutlumpasis / pixabay.com

Wie bekommt man seine Frau ins Bett?

Unser Eheseminar war zu Ende. Ein Ehemann schüttelte meine Hand und fragte: „Über alles Mögliche wurde gesprochen. Und das war gut. Aber sagen Sie mir bitte: Wie bringe ich meine Frau dazu, dass sie mit mir schlafen will?“ „Wenn Sie mit Ihrer Frau Nähe leben wollen, stellen Sie ihr beide Ohren zur Verfügung, sagen Sie ihr morgens schon liebe Worte, – und trocknen Sie ihr das Geschirr ab!“, bemerkte ich schmunzelnd.

Sie braucht Entspannung, um Sex zu wollen

Frauen öffnen sich für Nähe, wenn sie sich angenommen, geschätzt und geliebt fühlen. Sonst geben sie sich allenfalls hin. Aber ihr Inneres wird nicht berührt. Sie suchen in der Regel nicht noch bessere Sexualtechniken, sondern einen Platz im Herzen ihres Mannes. Wenn er sie versteht, wie sie verstanden werden will, bekommt er eine Frau, die sich über seine Berührungen freut. 

Sexualität ist für viele Frauen wie ein Einbruch in ihr Innerstes. Dieses Innere braucht Ordnung, und Geborgenheit, um sich hingeben zu können. Der ganzer Körper tickt hormonell anders (nur zwei bis drei Eizellen reifen in einem Monat). In der Sexualität ist die Frau deshalb eher eine Spaziergängerin. Sie braucht Entspannung, um Sex zu wollen. 

Der Mann aber findet Entspannung, wenn er der Frau begegnen darf. In der Sexualität kann er wieder sein Gleichgewicht finden. Es ist wie ein „Frieden finden“ im Schoß der Frau. Bei ihm findet Samenzellen-Nachbildung in hohen Potenzen statt. In der Sexualität ist er, was das Tempo angeht, eher ein Bergsteiger. Er will sich seiner Frau schenken. Weist sie ihn zurück, fühlt er sich oftmals abgelehnt in seiner ganzen Person. Mancher Mann empfindet sich in der Ehe wie ein Bettler, dem man sich zuwendet – oder den man weiter hungern lässt.

Nicht jede sexuelle Begegnung muss ein Highlight sein

Es kann auch zwischendurch „Schwarzbrot“ geben – kurze Begegnungen, die Entlastung bringen. Wenn eine Frau sich geliebt fühlt, ist sie dazu bereit. Aber es sollte auch Stunden geben, in denen der Mann sich auf das Tempo der Frau einstellt, sachte auf sie eingeht, bis sich ihre Blüte öffnen kann. Durch liebevolles Verstehen und Streicheleinheiten, zunächst an nicht erogenen Zonen, fühlt sich die Frau als Ganzes angenommen und nicht nur auf Sexualität reduziert. 

Viele Frauen brauchen weniger einen Orgasmus als das sichere Gefühl, als Person geliebt zu werden. In solchen Momenten kann die Begegnung zu einem tiefen Erkennen führen: „Wir beide gehören untrennbar zusammen.“ Das ist es, was 1 Mose 2,27 ausdrückt: „Und die Beiden werden ein Fleisch.“ Und Gott freut sich mit über den Gleichklang ihrer Herzen.

Frauen sind ganz schön kompliziert

Frauen suchen in ihrem Mann gleichzeitig den Therapeuten, dem sie erzählen können, was sie an ihrem Mann vermissen – und den Mann, der sie dann in den Arm nimmt und tröstet. Männer suchen in ihrer Frau eine Verführerin, die sie unbedingt haben will – und eine Mitstreiterin, bei der sie sicher wissen, dass sie ihnen treu ist.

Frauen sind ganz schön kompliziert. Aber sie wollen lieben. Ich komme jedenfalls zu der Erkenntnis, dass ich dankbar bin, eine Frau zu sein!

 

Was Frauen ihren Männern gerne sagen würden

Ein liebevoller Abschiedskuss würde mir den ganzen Tag gute Stimmung schenken.

Die Art, wie du geduldig mit den Kindern umgehst, gibt mir liebevolle Gefühle für dich.

Wenn ich am Tag deine Liebe spüre, kann ich für dich die „Königin der Nacht“ sein.

Du brauchst mich nicht zu verstehen, hör’ mir einfach nur zu.

Wenn der Garten umgegraben ist, könnte ich wieder richtig mit dir lachen.

Wenn du mich mit meinem Kosewort ansprichst, fühle ich Zuneigung.

Es muss keine Rose sein. Gänseblümchen würden mir genügen, um zu wissen, dass ich dir wichtig bin.

Wenn du mir übers Haar streichelst, weckt das mehr Gefühle in mir, als du ahnst.

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