Lebenserwartung von Frauen immer noch höher

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Lebenserwartung von Frauen immer noch höher

Frauen leben im Durchschnitt ca. vier Jahre länger als Männer. So liegt die aktuelle Lebenserwartung von Frauen bei 74,2 Jahren und von Männern bei 69,8. Auf diese Fakten weist die aktuelle Statistik der Weltgesundheitsorganisation hin. Es gibt nicht nur einen Grund, der zu dieser Differenz führt, sondern verschiedene Faktoren tragen dazu bei.

Frauen haben besseres Immunsystem

Physische Faktoren, die zur kürzeren Lebenserwartung von Männern führen, sind unter anderem Herzkrankheiten, Tuberkulose, Lungen- und Prostatakrebs. Zum Teil lässt sich dies biologisch erklären. Frauen haben ein besseres Immunsystem als Männer. 

So sind auch die gesunden Lebensjahre von Frauen höher. Mädchen, die im Jahr 2019 geboren werden, haben im Schnitt 64,8 gesunde Lebensjahre. Bei Männern treten bereits mit 62 Jahren gehäuft gesundheitliche Probleme auf. Das liegt aber auch daran, dass Männer seltener einen Arzt aufsuchen bzw. zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Das ist besonders in Ländern mit HIV und Tuberkulose problematisch. Männer gehen nach einer Infektion deutlich seltener zum Arzt. 

Todesrate bei Männern deutlich höher

Nicht nur Krankheiten führen zur kürzeren Lebenserwartung von Männern. Mehr Männer sind im Transportsektor angestellt, wodurch sie dem Risiko eines Verkehrsunfalls wesentlich häufiger ausgesetzt sind. 

Die männliche Geburtsrate ist zwar höher, aber auch die männliche Todesrate ist höher als die der Frauen. Männer werden viermal so häufig ermordet wie Frauen. Suizid begehen eher Männer als Frauen.

Zudem ist der Alkohol- und Tabakkonsum um einiges höher bei Männern. Nicht selten führt dieser zu gesundheitlichen Problemen oder in den Tod. 

Geringere Differenz in armen Ländern

In ärmeren Ländern ist der Unterschied der Lebenserwartung von Männern und Frauen deutlich geringer. Das liegt hauptsächlich an der schlechten medizinischen Versorgung. Dadurch führen Komplikationen in der Schwangerschaft häufig zum Tod.

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