Wie sich Elternzeit auf das Verhalten von Vätern auswirkt

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Wie sich Elternzeit auf das Verhalten von Vätern auswirkt

Wenn Väter Elternzeit beanspruchen, verbringen sie mehr Zeit mit ihren Kindern und bringen sich auch im Haushalt mehr ein als arbeitende Väter. Selbst nach der Elternzeit halte dieser Effekt noch Jahre an. Dies belegt eine Studie des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung.

Kinder und Haushalt

Wenn man vergleicht, wie viel Zeit Väter mit ihren Kindern am Wochenende verbringen, zeigt die Studie Folgendes: Väter, die in Elternzeit waren, verbringen in den ersten sechs Lebensjahren ihres Kindes täglich am Wochenende etwa eineinhalb Stunden mehr mit ihren Kindern als Väter, die ununterbrochen arbeiten. 

Die Elternzeit wirkt sich zudem auf die Hausarbeit aus. Väter, die in Elternzeit waren, machen täglich eine halbe Stunde mehr Hausarbeit, wie die Studie belegt. 

Langfristige Auswirkungen

Die meisten Väter nehmen nur zwei Monate Elternzeit. Doch dies verändere langfristig die Rolle, die der Vater in der Familie habe, sagt Wirtschaftswissenschaftler Marcus Tamm, der an der Studie mitgearbeitet hat. Es sei für sie überraschend gewesen, dass die Verhaltensänderungen so nachhaltig sind. 

Die Elternzeit wirkt sich nicht nur auf die Väter aus, sondern hat auch einen Effekt auf die Erwerbstätigkeit der Mütter: Im ersten Lebensjahr des Kindes arbeiten Mütter pro Woche etwa 9 Stunden mehr.

Die Studie beruht auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Seit über 30 Jahren werden damit  jährlich Daten von etwa 11.000 Haushalten und insgesamt mehr als 30.000 Menschen in Deutschland erfasst. Die Elternzeit-Studie basiert auf Informationen aus den Jahren 2000 bis 2015.

Mehr Informationen zur Elternzeit und zum Elterngeld:

www.vaeter-zeit.de

www.elterngeld-plus.de

www.arbeitsrechte.de

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