Mit Schwachheit, Krankheit, Erschöpfung können die meisten Männer nur schlecht umgehen. Ich auch! Wir wollen sie so schnell wie möglich loswerden, um wieder volle Leistung bringen zu können.
Fast den ganzen Sommer hatte ich mit verschiedenen körperlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen. Zeitweise konnte ich nur liegen und nicht einmal meine Augen benutzen. Wochenlang quälten mich Schmerzen, gegen die kein Schmerzmittel half. Für mich war das sehr ungewohnt, da ich in der Regel topfit bin. Es kam wie aus dem Nichts und war echt herausfordernd!
Der Apostel Paulus sagt an einer Stelle: „Ich kann arm sein, ich kann reich sein.“ Ich fragte mich: Kann ich gesund, aber auch krank sein (in Gott)? Kann ich im Glauben an ihm festhalten, oder wird meine Beziehung zu Gott beeinträchtigt? Wie viel bin ich noch wert, wenn ich null Energie habe?
Nach diesen herausfordernden und schmerzhaften Wochen kann ich sagen: Meine Beziehung zu Gott (und zu meiner Frau) wurde sogar vertieft. Ich fragte nicht ständig: „Warum oder wozu lässt Gott das zu?“ Vielmehr baute ich darauf, dass Gott mich auch in dieser schwierigen Phase nicht verlassen würde. Und so war es auch. Er war stets bei mir und gab mir die Kraft zum Aus- und Durchhalten.
Viele andere erleben weit Schlimmeres. Der Autor unseres ersten Artikels (S. 4-5) z. B. kämpft schon seit mehreren Jahren mit chronischer Erschöpfung (CFS). Was können wir von Hiob lernen (S. 6-7)? Und wie war das mit dem „Stachel“ bei Paulus (S. 8-9)?
Unser Wunsch als Adam-online-Team ist, dass Sie einige hilfreiche Anstöße in dieser Ausgabe finden, dass Sie ermutigt werden, wenn Sie selbst gerade (oder später einmal) durch eine körperliche oder psychische Leidenszeit gehen müssen!
Eine Herausforderung ganz anderer Art
Mit dieser Ausgabe starten wir in den 22. Jahrgang. Für eine christliche Männerzeitschrift eine lange Zeit! Dafür sind wir Gott sehr dankbar. Doch unsere Vision ist nach wie vor aktuell: dass Männer online mit Gott gehen und entsprechend leben. Das heißt, dass sie ihre wahre Stärke in Gott finden und als ermutigte und erneuerte Männer zum Segen für andere werden. Davon profitieren auch unsere Familien, Arbeitskollegen, Gemeinden … ja, letztlich auch unsere Gesellschaft.
Diese Zeitschrift und unsere weiteren Dienstleistungen (Neues dazu auf Seite 14) kosten natürlich Geld, doch wir berechnen nichts. Das ist nur möglich durch Ihre freiwilligen Spenden. Diese sind leider auch dieses Jahr weiter zurückgegangen, sodass die Kosten wieder höher als die Einnahmen waren. Trotz Sparmaßnahmen konnten wir dies nicht ausgleichen.
In dieser für uns herausfordernden Situation wären wir Ihnen sehr dankbar für Ihre (Extra-)Spende. Besonders hilfreich sind Daueraufträge.
Gott schenke Ihnen ein reich gesegnetes Jahr 2026!
Emmerich Adam