Männer investieren risikoreicher

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Männer investieren risikoreicher

Männer investieren auf den Finanzmärkten öfter und gehen größere Risiken ein als Frauen. Das ergab eine Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag von Weltsparen, an der über 2.000 Personen im Juni/Juli 2018 teilnahmen.

Männer sind (auch) im finanziellen Bereich eher draufgängerisch, Frauen eher zurückhaltend. Laut der Online-Umfrage geben 78 Prozent der befragten Frauen an, überhaupt nicht zu investieren, bei Männern sind dies nur 61 Prozent. Wenn Männer Geld anlegen, dann 18 Prozent von ihnen in Aktien, von den Frauen nur 8 Prozent. Ähnlich sieht es bei aktiv gemanagten Investmentfonds aus: 15 Prozent der Männer, aber nur 7 Prozent der Frauen entscheiden sich für diese Geldanlage. Noch größer ist der Unterscheid bei ETFs: 8 Prozent der Männer, aber nur 2 Prozent der Frauen besitzen diese.

Analog zum größeren Sicherheitsbedürfnis der Frauen geben von diesen 33 Prozent „Sicherheit“ als wichtigstes Kriterium beim Investieren an, dagegen nur 24 Prozent der Männer. Entsprechend ist für 21 Prozent der männlichen Privatanleger eine hohe Rendite ausschlaggebend, aber nur für 13 Prozent der befragten Frauen.

Als wichtigsten Grund für den Einstieg in die Finanzmärkte geben sowohl die Männer als auch die Frauen den Aufbau einer soliden Altersvorsorge an. 55 Prozent der männlichen und 52 Prozent der weiblichen Anleger sprechen sich dafür aus. Männer wollen eher finanziell unabhängig sein (44 %) als Frauen (37 %). Die Erfüllung eines Lebenstraums ist für 16 Prozent der Männer, aber nur für 9 Prozent der Frauen am wichtigsten.

Ob all diese Unterschiede mit den Geschlechterrollen zu tun haben – oder damit, dass Männern in der Regel mehr Geld zur Verfügung steht – darüber kann die Online-Umfrage natürlich keine Auskunft geben …

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