Elisa – Mut zur Gelassenheit

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Elisa – Mut zur Gelassenheit

Ich lese gerade viel, auch in der Bibel. Da bin ich auf einen spannenden Bibelabschnitt gestoßen, auf 2. Könige 6,8-17: 

Elisa bringt den Feldzug der Syrer zum Scheitern

„Der König von Syrien führte Krieg gegen Israel. Nach ausführlicher Beratung mit seinen Heerführern entschied er, wo die syrischen Truppen ihr Lager aufschlagen sollten. Zum gleichen Zeitpunkt schickte der Prophet Elisa einen Boten nach Samaria. Er warnte König Joram von Israel davor, sein Heer an diesem Ort vorbeiziehen zu lassen, weil die Syrer dort im Hinterhalt lagen. Daraufhin schickte Joram einen Spähtrupp in die Gegend und ließ sie sorgfältig beobachten. Dasselbe wiederholte sich mehrmals. Als der König von Syrien davon erfuhr, war er äußerst beunruhigt. Er ließ seine Heerführer zu sich kommen und stellte sie zur Rede: »Einer von euch muss heimlich zu den Israeliten halten. Wer ist es?« »Mein König, keiner von uns ist ein Verräter!«, entgegnete einer der Heerführer. »Dieser Prophet Elisa in Israel ist an allem schuld! Er kann dem König von Israel sogar sagen, was du in deinem Schlafzimmer flüsterst.« Der König befahl: »Versucht auf der Stelle, diesen Mann zu finden! Dann lasse ich ihn verhaften und hierherbringen.«

Der König erfuhr, dass Elisa sich in Dotan aufhielt. Sogleich schickte er ein großes Heer mit vielen Pferden und Streitwagen dorthin. Es war schon dunkel, als die Truppen Dotan erreichten, und noch in derselben Nacht umzingelten sie die Stadt. Als Elisas Diener früh am Morgen aufstand und vor das Haus trat, da traute er seinen Augen kaum: Die Stadt war von einem Heer mit Pferden und Streitwagen eingeschlossen! »Ach, mein Herr, was sollen wir jetzt bloß tun?«, rief er. Doch Elisa beruhigte ihn: »Du brauchst keine Angst zu haben! Denn auf unserer Seite steht ein noch größeres Heer.« Dann betete er: »Bitte, Herr, öffne ihm die Augen!« Da öffnete der Herr Elisas Diener die Augen, und er konnte sehen, dass der ganze Berg, auf dem die Stadt stand, von Pferden und Streitwagen aus Feuer beschützt wurde.“ (Hoffnung für alle)

Auf Gott schauen

Was für eine Geschichte! Der Diener des Propheten Elisa sieht die plötzliche Gefahr, das große feindliche Heer mit ihren Streitwagen und bekommt natürlich große Angst. So geht es vielen auch aktuell: wir schauen auf die aktuelle Bedrohung und schnell sind unsere Gedanken beim: „Was wäre, wenn es mich erwischt…“

Unsere Gedanken sind dann oft schnell gefangen und einseitig. Elisas Diener ging ja auch nicht vor die Tür, um die Bedrohung zu suchen, sondern hatte etwas anderes vor. Nach dem Blick auf das feindliche Heer war aber alles andere vergessen. Die Frage, die sich mir stellt, ist: Was sehe ich? Wo bleibe ich stehen? Rechne ich in meiner aktuellen Situation, die mich fordert, mit Gottes Wirklichkeit? Bin ich dazu bereit, mich darauf einzulassen, mir von Gott die Augen öffnen zu lassen? 

Göttliche Wirklichkeit

Dieser Bibelabschnitt hat mir Mut zur Gelassenheit gemacht, denn dem Diener, der am Anfang nur die irdische Wirklichkeit sah, wurden die Augen für die göttliche Wirklichkeit geöffnet. Er erhielt dafür Hilfe. Und mit dieser Hilfe rechne ich. Ich lerne gerade wieder neu, Geduld, Gelassenheit und Vertrauen zu haben. Es tut gut, zu wissen, dass Gott alles in seiner Hand hält. Er ist da, hier in unserem Alltag, in unserer aktuellen Situation! Er ist mächtiger als jede Bedrohung, doch das ist so nicht immer sichtbar. In dem Bibelabschnitt musste Elisa erst dafür beten, dass seinem Diener die Augen geöffnet werden für die göttliche Dimension.

Gott ist gegenwärtig

Ich kenne leider keinen Elisa, doch ich vertraue darauf, dass Gott uns auch jetzt nicht allein lässt. Er ist der Herr der Lage. Die Bibel fordert uns direkt dazu auf: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (Joh 20,29b)

Gott ist da – hier in meinem veränderten und eingeschränkten Alltag. Ich kann mich trösten und mir neuen Halt geben lassen. Er ist mein Schutz und Begleiter, er gibt mir Zuversicht und lässt mich nicht allein. Auch du kannst das für dich in Anspruch nehmen, probiere es aus!

Ach ja, wer wissen möchte, wie es für Elisa und seinen Diener weiterging, der lese einfach ein paar Verse weiter bis 2. Könige 6,23.

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Andre Laube
Andre Laube
3 Monate zuvor

Gibt mir wirklich neuen Mut! Danke

Henning Romberg
Henning Romberg
3 Monate zuvor

Ein Wertvoller Impuls in die Zeit und zur Zeit heute!

Holger Siegfried Seitz
Holger Siegfried Seitz
3 Monate zuvor

Offene Augen schützen vor falschen Urteilen nicht.
Schon der kleine Prinz wusste: Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Alles Wahre ist unsichtbar. Und in dieser neuen Welt hat Jesus das Zepter fest in der Hand.

Er regiert in Ewigkeit. Und alle Knie müssen sich vor ihm beugen.
Wenn er wieder kommt, werden es alle sehen und anerkennen müssen.
Wer im Buch des Lebens steht, ist mit dabei. Bei der großen Party.

Und bis dahin gilt:
Gott schnenkt uns voll ein. Überfließend. Im Angesicht unseres Feindes Satan. (Psalm 23)

Bleibt behütet
Gruß und Schalom
Danke Michael 🙂