Übergänge – Warum dieses Thema?

Übergänge

Übergänge – Warum dieses Thema?

Was ist ein Übergang?

Befragt man Google nach „Übergängen“, findet man als Definition beispielsweise: „Wechsel von einem Zustand, Ort oder Lebensabschnitt in einen anderen. Die drei Hauptbereiche sind biographische und pädagogische Transitionen, physikalische Zustandsänderungen sowie filmische beziehungsweise textliche Schnitte.“ Zunächst werden Fundstellen im pädagogischen Kontext angezeigt, vor allem in Bezug auf Kleinkinder.

Kein Thema?

Auch bei der Suche nach entsprechenden Büchern sind wir als Redaktionsteam kaum auf welche gestoßen, die unseren Vorstellungen entsprachen. Oder es waren schon recht alte Bücher wie das immer noch empfehlenswerte Buch von Romano Guardini: Die Lebensalter.

Das hat uns schon etwas erstaunt, zumal das Thema „Übergänge“ im Sinne von biographischen Lebensübergängen jeden von uns betrifft. Denn unser ganzes Leben ist voller Übergänge (mehr dazu in meinem Leitartikel ab Seite 4). Sie gut zu meistern ist eine Kunst.

Die eigenen Übergänge

Ein erster Schritt ist, sich mit den eigenen Übergängen überhaupt zu beschäftigen. Das kann rückblickend geschehen („Wie gut sind mir meine Übergänge gelungen – oder auch nicht?“), aber vor allem vorausschauend, bevor der nächste Übergang bevorsteht. Denn sonst laufen wir Gefahr, dass uns der Übergang in die nächste Lebensphase nicht wirklich gelingt oder wir einige Extraschleifen drehen müssen.

Gerade bei existenziellen Übergängen wie dem Übergang ins Alter (der von unterschiedlichsten Kulturen etwa zwischen 60 und 65 angesetzt wird) oder dem Eintritt in die Rente bzw. den Ruhestand tun sich viele schwer, oder es setzen Verdrängungsmechanismen ein. Dies verzögert Reifeprozesse und letztlich auch ein gutes „Ankommen“ in der nächsten Phase.

Übergänge meistern

So haben wir mit unseren Autoren einige Aspekte zum Titelthema zusammengetragen, die uns dabei helfen können, unsere eigenen – zurückliegenden und bevorstehenden – Übergänge zu reflektieren und sie zu meistern. Dabei ist eine Ausgabe entstanden, die viel Persönliches enthält. Nicht als Muster, das man einfach übernehmen kann, sondern als Orientierung „aus Fleisch und Blut“. Gerade in Zeiten der Künstlichen Intelligenz, die immer mehr Bereiche dominiert, halten wir persönliche Erfahrungen für wichtig und unersetzbar. Denn mit der Einzigartigkeit eines jeden Menschen kann auch die beste KI nicht mithalten. Sie besitzt weder Bewusstsein noch persönliche Erfahrung, geschweige denn eine „Seele“ – das bleibt dem Menschen vorbehalten.

Ich wünsche Ihnen viel persönlichen Gewinn mit dieser Ausgabe und einen gelingenden Übergang in die nächste Lebensphase!

Unterschrift

Emmerich Adam

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