Wir stehen wieder auf

Wir stehen wieder auf

„Wir werden zu Boden geworfen, aber wir stehen wieder auf und machen weiter.“ (Paulus in 2 Kor 4,9)

Die Bibel ist realistisch: Ja, wir bekommen Widerstand. Man wird uns zu Fall bringen. Manchmal bringen wir uns sogar selbst zu Fall. Aber auch vor widrigen Umständen und diese „Shit happens“-Momente werden wir nicht immer bewahrt. Die Frage ist also nicht, ob uns solche Dinge passieren, sondern wie wir mit ihnen umgehen.

Seien wir ehrlich: Sind wir nicht oft niedergeschlagen und jammern herum? Zu leicht werfen wir oft die Flinte ins Korn. Sind wir gesundheitlich angeknackst, fühlen wir uns gleich sterbenskrank – oder verdrängen meisterhaft. Dabei wäre ein anderer Weg viel besser und weiser, und er besteht aus folgenden Schritten:

  1. Die Realität wahrnehmen, so wie sie ist, ohne Über- und Untertreibungen.
  2. Sich der Realität stellen und sie annehmen.
  3. Anpacken und eine Lösung suchen, bei Bedarf Unterstützung holen (Freunde!).
  4. Geduld zeigen, denn „Aufstehen“ braucht Zeit.
  5. Mit Gottes Hilfe aufstehen, was manchmal bedeutet: Umkehren.

Dies mag zu einfach klingen, viel zu einfach für mein Problem. Aber könnte es sein, dass das Aufstehen doch einfacher ist es als wir es uns zugestehen wollen? Ist Selbstmitleid nicht irgendwo attraktiver? Die Bibel kennt jedenfalls das Wort „Selbstmitleid“ nicht. Aber sie ermutigt uns, wieder aufzustehen – und sie traut es uns zu. Gott traut es uns zu. Er mutet uns manchmal Widrigkeiten zu, aber er traut uns auch zu, dass wir sie bewältigen oder überwinden. Wenn uns die Kraft dafür fehlt, können wir darum beten. Wenn uns sogar die Kraft fehlt, um darum zu beten, können wir andere darum bitten, für uns zu beten. Das schweißt uns zusammen und festigt eine Freundschaft. Sie hält uns auch in Demut.

Zum letzten Punkt „Umkehren“: Das Wort ist doppelteutig. Es kann bedeuten, dass wir nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen sollen, sondern die Richtung ändern, vielleicht sogar ganz umkehren. Es kann auch bedeuten, dass wir selbstverschuldet „gefallen“ sind. Die Bibel nennt das „Sünde“, ein in unseren Ohren altmodisch klingendes Wort. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es so etwas wie Sünde (= Zielverfehlung) gibt. In diesem Fall bedeutet Umkehren Buße und Wiedergutmachung, sofern das möglich ist.

Lassen Sie uns also aufstehen und weitermachen, so wie Paulus uns dazu ermutigt.

1
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
neueste älteste
Benachrichtige mich bei
Christoph
Gast
Christoph

Wenn ich nicht mehr kann, müde, kaputt bin bete ich. Ich kapituliere vor Ihm und er kann dann „endlich wirken“. Davor hatte ich ja noch die Kraft zum „selber gross und stark sein“.
Gott hat meist einen anderen Weg, ein besseres Ziel, auf dass ich mich jedoch erst einlasse, wenn ich nicht mehr kann. Dann bin ich offen für Ihn und seine Lösungen.