Kredit abgelehnt bei guter Bonität

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Kredit abgelehnt bei guter Bonität

Stellen Sie sich vor, Sie beantragen einen Kredit oder auch nur eine Kreditkarte – und werden abgelehnt. Ihre Bonität ist gut, Sie haben keine Schulden, und Sie sind auch nicht arbeitslos. Trotzdem ist es passiert. Ist das wirklich möglich? Leider ja …

Wie kommt es dazu? Kreditunternehmen wenden ein sog. Kreditscoring-Verfahren an, das automatisiert eine Art Bewertung Ihres voraussichtlichen Kreditverhaltens erstellt. Das Problem dabei: Bestimmte Kennzeichen von Ihnen werden mit einer statistischen Vergleichsgruppe verglichen; enthalten Ihre Daten bestimmte Merkmale, die auch in einer negativen Vergleichsgruppe vorkommen, dann erhalten Sie eine negative Bewertung, und Ihr Kreditantrag wird abgelehnt – unabhängig davon, wie Ihre tatsächlichen, individuellen Verhältnisse aussehen. Den gewünschten Kredit erhalten Sie dann nur noch, indem Sie eine Selbstauskunft erteilen, in der Sie Ihre persönlichen Verhältnisse bis ins Detail offenlegen.

Hierzu ein Tipp: Sollten Sie einmal eine Ablehnung erhalten, bestehen Sie auf eine Begründung bzw. die Herausgabe der über Sie gespeicherten Daten. Es besteht eine gesetzliche Pflicht, Ihrem Wunsch zu entsprechen. Nach Erhalt der Daten wissen Sie zumindest, wie Sie eingestuft wurden – und nach welchen Kriterien. Anschließend können Sie weitere Schritte unternehmen.

Übrigens: Als negativ können auch Dinge wie Alter, bestimmte Berufsgruppen, die Anzahl der Girokonten u. a. gelten.

Weitere Infos z. B. unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kreditscoring

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