Gott an erster Stelle

Gelassenheit

Gott an erster Stelle

Gelassenheit in Corona-Zeiten – so der Titel dieser Ausgabe –, geht das überhaupt?

Auf wen setzen wir unsere Hoffnung?

Während ich diese Zeilen schreibe, warten wir in Deutschland auf die nächsten Corona-Beschlüsse der Regierung. Wenn Sie diese Ausgabe in den Händen halten, sind sie bereits durch. Ich fürchte, es wird sich nicht viel ändern: Verlängerung des (angepassten?) Lockdowns, weiterhin Kontakt-Beschränkungen, weiterhin nur eingeschränkte Reisemöglichkeiten, noch mehr und länger Homeoffice und Kurzarbeit – und natürlich weiterhin Maskenpflicht. Wie froh wäre ich, wenn ich mich irren würde!

Diese Zeiten verlangen viel von uns ab, von jedem Einzelnen. Auf wen oder was setzen wir dabei unsere Hoffnung? Auf die nächsten Beschlüsse der Regierung? Auf sinkende Corona-Zahlen? Auf die Pharmakonzerne und ihre Impfstoffe?

Gott an erster Stelle

In Matthäus 6,33 fordert Jesus uns auf: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit …“ In den Versen davor geht es um existenzielle Grundbedürfnisse wie die nach Nahrung und Kleidung. Fast abwertend sagt Jesus dazu: „Nach all dem trachten die Heiden.“ (Mt 6,32) Wow! Ist es denn nicht wichtig, für seine Grundbedürfnisse zu sorgen? Für Jesus ist es selbstverständlich, dass Gott sich darum kümmert und dass uns all dies „zufällt“ – wenn wir sein Reich zu unserer Hauptpriorität machen (Ende von Vers 33).

Das finde ich herausfordernd und tröstlich zugleich. Gerade in diesen Zeiten ist so vieles „am Wackeln“, Sicherheiten und Selbstverständlichkeiten sind weggebrochen, längerfristige Planungen sind schwierig geworden, Existenzen sind bedroht. Ich glaube, Jesus will uns auch heute mit den selben Worten ermutigen wie in Matthäus 6,33. Er ermutigt uns, Gottes Reich, d. h. seine Herrschaft, zu unserem ganz persönlichen Motto zu machen – vor allem anderen! Bei Adam online nennen wir das Online mit Gott gehen.

Sich auf den Vater verlassen

Wenn wir Gott an die erste Stelle setzen, in jedem Bereich unseres Lebens, dann können wir gelassen auch durch diese Zeiten gehen, davon bin ich überzeugt. Ich will mein Vertrauen und meine Hoffnung nicht auf Menschen, Konzerne oder Zahlen setzen, sondern auf Gott, den Jesus unseren himmlischen Vater nennt. Er ist ein Vater, auf den wir uns verlassen können (im Unterschied zu manchen irdischen Vätern). Das kann uns gelassen machen.

Viel Gelassenheit – auch in diesen Corona-Zeiten – wünscht Ihnen

Emmerich Adam

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