Ermutigung in harten Zeiten

Frauenpower

Ermutigung in harten Zeiten

Der Ukraine-Krieg

Der Nachteil einer vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift ist, dass man auf aktuelle Entwicklungen nicht zeitnah reagieren kann. Als wir diese Ausgabe vorbereiteten, gab es noch keinen Krieg in Europa. Inzwischen leben wir in einer anderen Welt als noch vor mehreren Wochen. Der Aggressor Putin hat sein wahres Gesicht gezeigt und verfolgt nun unverhohlen seinen Traum eines russischen Großreichs. Auf dem Weg dorthin will er das mutige Volk der Ukrainer vernichten, ohne Rücksicht auf Zivilisten, Frauen und Kinder. Was war zu erwarten von einem ehemaligen KGB-Chef? Zu lange haben wir seinen Lügen geglaubt und uns eingebildet, er sei friedlich geworden. Die Gier nach immer mehr Wirtschaftswachstum und billiger Energie haben uns blind gemacht – und anfällig. Die Bundeswehr haben wir so heruntergespart und abgebaut, dass ich mir schon vor vielen Jahren sagte: „Hoffentlich werden wir nie auf die Bundeswehr angewiesen sein, um uns im Ernstfall zu verteidigen!“ 

Trost inmitten von Ängsten

Der Ukraine-Krieg hat mich persönlich sehr mitgenommen und tut es immer noch. Wohin das alles führen könnte, will ich mir lieber nicht ausmalen und hier auch nicht darüber schreiben. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals mit solchen Ängsten zu kämpfen haben würde. Mein Trost ist, dass wir – egal, was noch kommt – in Gottes Hand sind, auf den ich vertraue. Das möchte ich auch Ihnen zusprechen, falls Sie mit ähnlichen Ängsten zu kämpfen haben: Sie sind in Gottes Hand! Verfolgen Sie nicht nur die aktuellen Nachrichten, sondern suchen Sie noch mehr den Trost, die Kraft und die Zuversicht im Gebet und in Gottes Wort, der Bibel. 

Unser Heftthema

Die Beschäftigung mit einem ganz anderen Thema, das mit der aktuellen politischen Lage nichts zu tun hat, kann auch positiv ablenkend sein. Mir jedenfalls hat es gut getan, mich in den vergangenen Wochen (auch) mit den lesenswerten Beiträgen unserer Autoren zum Thema „Frauenpower“ zu beschäftigen. Die Frauen haben uns in vielen Bereichen nicht nur eingeholt, sondern teilweise sogar überholt, z. B. im Bildungsbereich, wo in Deutschland inzwischen mehr und höhere Bildungsabschlüsse von Frauen absolviert werden. Einige der höchsten politischen Ämter wurden in den letzten Jahren von Frauen eingenommen. Unsere Sprache ist dabei, sich zu einer sogenannten „geschlechtergerechten“ Sprache zu verändern, was faktisch die Abschaffung des generischen Maskulinums bedeutet. Geschlechterübergreifende Begriffe wie „der Christ“ werden inzwischen künstlich aufgespalten in „Christin“ und „Christ“. Als ob wir nicht schon genug Polarisierung in unserer Gesellschaft hätten!

Mit – nicht gegen – Frauen

Bei Adam online haben wir schon immer ein Miteinander mit den Frauen angestrebt und jeglichen Geschlechterkampf abgelehnt. Bereits in unseren Ausgaben Nr. 20 (Männer und Frauen gemeinsam unterwegs) und Nr. 62 (Mann und Frau auf Augenhöhe) haben wir uns mit diesem Miteinander beschäftigt. Wir konkurrieren nicht miteinander, sondern ergänzen uns gegenseitig. Es ist gut, Frauen zu fördern, sofern wir nicht gleichzeitig die Männer vernachlässigen. Leider ist dies aus meiner Sicht die vergangenen etwa zwei Jahrzehnte so geschehen. Deswegen gibt es Adam online, um speziell Männer zu ermutigen und zu fördern. Wenn wir uns in dieser Ausgabe mit „Frauenpower“ beschäftigen, tun wir auch dies ohne Konkurrenzgedanken und mit Fokus auf die Männer. Dies unterscheidet uns von den meisten anderen Zeitschriften.

Eine ermutigende und anregende Lektüre wünscht Ihnen

Emmerich Adam

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